Als ich letztens im Park saß, da habe ich alles mögliche und unmögliche gesehen. Da es schönes Wetter war, kamen wirklich viele Leute an mir vorbei. Ich konnte verschiedene Wortfetzen verstehen. Verschiedene Gerüche und Stimmungen wahrnehmen. Und verschiedene Kleidungsstile beobachten.

Am Interessantesten fand ich die unterschiedlichen Kleidungsstile! Vor allem fand ich spannend, welche Schuhe die Leute tragen. Und was sie miteinander kombinieren. Es gibt immer die ungewöhnlichsten Outfits. Manchen scheint es zu gefallen, als Paradiesvogel durch die Welt zu spazieren. Sie achten nicht darauf, ob Farben und Muster ihrer Kleidung harmonieren, sondern sind einfach so, wie sie sind. Andere wiederum achten peinlich genau darauf, dass die länge der Hose mit der Absatzhöhe übereinstimmt – sonst wäre die Hose ja zu kurz.

An Schuhen verkommt einem auch so ziemlich alles. Von alt bis neu, von hoch über flach, farblich passend oder Kontrastfarbe, alles ist dabei. Da gibt es die Genießer, die zum Sonntagsspaziergang Turnschuhe tragen, weil sie heute mal nicht das Businessoutfit ausführen müssen. Und es gibt die älteren Damen, die schon seit Jahrzehnten ihren Sonntagsstaat tragen – so auch heute. Für den Kirchgang bedarf es eines Kostüms und Pumps. Das wird dann den ganzen Sonntag getragen. Die jungen Mütter tragen Schnürer oder bequem-ausgelatschte Trotteurs, in denen sie gut ihren Sprösslingen hinter rennen können. Dann gibt es noch die jungen Frauen, die sich aufgerüscht haben und in Highheels durch den Kieselweg stolpern. Es wird nicht darauf geachtet, dass man durch die dünnen Sohlen jeden Stein einzeln spürt. Und auch nicht darauf, dass sie mit jedem Schritt Gefahr laufen, umzuknicken und sich den Knöchel zu verstauchen. Naja, Schönheit muss eben leiden.

So ging ich also voller neuer Eindrücke nach Hause und habe das eine oder andere seither auch mal selbst ausprobiert. Vieles davon wurde allerdings gleich wieder verworfen.

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