ELISA ist die Abkürzung für Enzyme Linked Immunosorbent Assay. Auf Deutsch: Enzymgekoppelter Immunadsorptionstest. Klingt ein wenig kompliziert und ist es auch. Dennoch verbirgt sich hinter diesem Begriff ein lebensrettendes Nachweisverfahren aus der Medizin und Immunologie. Mit Hilfe des ELISA Tests können Viren oder schadhafte Proteine, problemlos aber auch andere kleine Moleküle, wie Toxine, Hormone und Pestizide zum Beispiel im Blut nachgewiesen werden. Man nutzt die spezielle Eigenschaft verschiedener Antikörper aus, sich an  den nachzuweisenden Stoff, das sogenannte Antigen, zu binden. Sowohl Antikörper als auch Antigen werden zuvor mit einem Enzym markiert. Bindet der Antikörper nun an das Antigen, so wird durch das Enzym eine chemische Reaktion katalysiert, die etwa zu einem Farbumschlag führt. Durch die Intensität dieser Farbänderung kann letztlich die Menge an Antigen in der Probe festgestellt werden.

Das ELISA Nachweisverfahren hilft in der Summe also dabei, relativ schnell Krankheiten oder Krankheitserreger zu erkennen, auch wenn auf offensichtliche Art und Weise noch keine Symptome auftreten. Das ELISA Verfahren bzw. ELISA Kits werden zum Beispiel zum Nachweis von bestimmten Krebsarten eingesetzt. Auch hierbei werden wiederum nicht die erkrankten Zellen selbst, sondern die Erkrankung begleitende Stoffe nachgewiesen. So kann eine schnelle Behandlung oder zumindest eine tiefergehende Untersuchung stattfinden.

Übrigens: Auch der klassische Schwangerschaftstest basiert auf einem ELISA-ähnlichen Verfahren.

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