Immer größere Gütermengen umrunden die Erde. Vor allem Konsumgüter des täglichen Bedarfs, aber auch Rohstoffe, wie Öl und Eisenerz werden täglich auf Reisen über die Weltmeere geschickt. Diese Globalisierung und die damit einhergehende zunehmende Arbeitsteilung bringt den Menschen wirtschaftlichen Wohlstand. Um die enormen Kapazitäten zu bewältigen müssen jedoch großvolumige Transportmöglichkeiten geschaffen werden. Diese können wirtschaftllich zur Zeit nur Schiffe bereitstellen. Zu teuer bzw. nur für Spezialtransporte geeignet sind sind Flugzeuge. LKW’s scheiden bei langen und transatlantischen Strecken, wie auch die Bahn, ebenfalls aus. Diese Transportkapazitäten aufzubauen, zu erhalten und zu erweitern benötigt enormes Kapital. Dieses Kapital wird in den letzten Jahrzehnten zunehmend durch Fonds, insbesondere durch geschlossene Schiffsfonds, eingesammelt. Geschlossene Schiffsfonds sind Finanzkonstrukte, aus dem Bereich der geschlossenen Fonds. Es handelt sich dabei um eine Möglichkeit sich mit geringen Geldbeträgen an einem Schiff zu beteiligen. Ein Schiffsfonds investiert in ein Schiff oder auch eine Flotte (meist gleichartiger) Schiffe. Das Geld für wird sowohl von privaten Kapitalanlegern als auch von institutionellen Anlegern, die bei der Rechtsform GmbH & Co. KG als Kommanditisten des Schiffsfonds eingetragen werden. Durch den Betrieb der Schiffe schüttet der Schiffsfonds regelmäßig die Gewinne (Überschüsse, die nach Abzug der Betriebskosten verbleiben) an die Anleger aus. Anleger können diese Auszahlungen steuerfrei vereinnahmen, da es sich rechtlich um Entnahmen aus Betriebsvermögen handelt. Beim zulässigen Modell der Tonnagesteuerregelung, entfällt auf die Einkünfte aus dem Schiffsfonds nur eine geringe Pauschalsteuer (die Tonnagessteuer). Somit ist die Nachsteuerrendite nur unwesentlich kleiner als die Vorsteuerrendite. Aufgrund der attraktiven Tonnagebesteuerung und der ohnehin guten Renditen bei den meisten Schiffsfonds handelt es sich um eine lukrative Anlageform für Kapitalanleger.