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Der Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Poker als Geschicklichkeitsspiel anerkannt. Das Kartenspiel, das in der jüngeren Vergangenheit immer beliebter wurde, reiht sich somit in Spiele wie Dame und Schach ein. Poker ist somit das zweite Kartenspiel, neben Bridge, das in diese Kategorie aufgenommen wurde. Mit diesem Umstand widerspricht der IOC indirekt der Regelung in Deutschland, in der Poker als reines Glücksspiel verstanden wird. Die deutschen Gesetze verbieten derzeit ein öffentliches Spielen. Möglich ist das Pokern nur in Casinos, die eine Genehmigung zur Durchführung von Glücksspielen haben. Außerdem stehen in Online-Casino zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung.
Seit einiger Zeit wird in den Bundesländern darüber diskutiert, ob das Glücksspielmonopol in der Moderne sinnvoll ist. Bisher ergaben sich keinerlei Einigungen zu diesem Thema. In der Diskussion ist allerdings die Aufhebung bis zum Jahr 2011. Entgültige gesetzliche Regelungen gibt es hierzu noch nicht.
Durch die Anerkennung als Geschicklichkeitsspiel ergibt sich eine Situation, die dem Spiel Poker eine Sonderstellung einräumen könnte. Das Spiel erfordert neben Erfahrung und einer genauen Kenntnis der Regeln auch ein strategisches Vorgehen. Mit der Anerkennung des Spiels trägt der IOC diesem Umstand rechnung. Eine Diskussion über die Anerkennung kann erwartet werden. Bereits in der Vergangenheit haben ähnliche Situationen gezeigt, dass sowohl rechtliche als auch soziale Institutionen immer wieder Argumente gegen die Einführung bestimmter Spiele fanden. Im Mittelpunkt standen dabei die Auswirkungen des Spiels auf den Einzelnen und die Gesellschaft. Eindeutige Belege für die Annahmen wurden in der Folge allerdings kaum gesammelt, so dass bisher keine Erfahrungswerte vorliegen, die als Referenz für diesen Umstand herangezogen werden könnten.
Die Anerkennung des Poker entstand auf einem Umweg. Die „International Federation of Poker“ wurde vor einiger Zeit in die „International Mind Sports Association“ (IMSA) aufgenommen. In dieser Organisation sind Geschicklichkeits- und Denkspiele angesiedelt. Die IMSA ist bereits vom IOC anerkannt. Die Anerkennung wird automatisch gültig, wenn ein Verband der Organisation beitritt.
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