Landesbanken sind aktuell in der Diskussion. Milliardenbeträge und zu hohe Zinssätze scheinen sie in ein dunkles Licht zu stellen.

Grundsätzlich sind Landesbanken Finanzdienstleister der Bundesländer und der Kommunen. Wenn die Kommune und der Bund Geld benötigen, nehmen sie Kredite bei den Banken auf. Die Gesellschaft nimmt von dieser ständigen Transaktion kaum etwas wahr. Der Bürger zahlt nur seine Strafen für falsches Parken zum Beispiel auf die Konten von Landesbanken.

Eine weitere Zusammenarbeit findet zwischen den Landesbanken und den Sparkassen statt. Sie betreiben gemeinsam regionale Wirtschaftsförderung. Das hat Auswirkungen für kleine bis mittelständische Unternehmen. Wenn sie einen Kredit benötigen, springen Landesbanken und Sparkassen als Geldgeber ein. Eigentlich sollen dabei weniger strenge Maßstäbe hinsichtlich der Kreditwürdigkeit und der Zinssätze gelten, wie es bei Privatbanken der Fall ist. Eigentlich.

So soll es theoretisch ablaufen. Leider sieht das nicht immer so aus. Vor allem seit der Wirtschaftskrise wird dieses solidarische Prinzip meist über Bord geworfen. Viele Finanzexperten sind mittlerweile der Ansicht, dass sich die Landesbanken nicht wirklich in ihrer Aufgabe von den anderen Finanz- und Kreditanstalten abheben. Gründe dafür sollen zu einen in der fehlenden Abhängigkeit der beiden Kooperationsbanken liegen. So ist die Sparkasse so groß geworden, dass sie unabhängig von den Landesbanken arbeiten können. Zum anderen fehlt auch ein tragfähiges Geschäftsmodell. Die Finanzkrise hat ihr Restliches getan und brachte die Landesbanken in Schieflage.

Das Resultat ist, das die Klein- und Mittelunternehmer, auch wenn der Leitzins der europäischen Zentralbank bei nur einem Prozent liegt, keine günstigen Kredite bekommen. Die Landesbanken bekommen so günstig Geld wie nie, geben es aber nicht durch günstige Zinsen weiter. Ohne Investitionen in Firmen kann es der Wirtschaft in Deutschland auch nicht besser gehen.
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