Der Name allein verrät schon im Prinzip, dass damit ein im Alltagsleben gleichermaßen beliebter wie hilfreicher Gegenstand, nämlich das Handy, zweckentfremdet wird – die Rede ist vom Spyphone. So unschön die Bezeichnung auch anmuten mag, in der Wirklichkeit lässt sich das Handy für andere als die ursprünglich vorgesehene Verwendung missbrauchen und dies dürfte häufiger geschehen als es einem genehm ist. Doch was verbirgt sich hinter Spyphone? – Wörtlich übersetzt heißt es nichts anderes als ein Handyspion, ein Mobiltelefon also, welches dafür eingesetzt wird, um jemanden auszuspionieren. Hierbei öffnen sich selbst mit einem Handy verschiedene Möglichkeiten. Denn zum einen lassen sich hiermit alle mit dem betreffenden Handy stattfinden Aktivitäten ausspionieren, etwa welche Textnachricht an bzw. von wem empfangen wurde, wie lautet der Inhalt der geführten Handygespräche usw. Nicht weniger perfide ist es allerdings, wenn man das Handy eines ahnungslosen Besitzers dazu verwendet, um stets seinen jeweiligen Aufenthaltsort mitverfolgen zu können. Auch dies ist mit Hilfe der entsprechenden Software ähnlich wie bei der SMS-Überwachung oder dem Mithören von Telefongesprächen heutzutage ohne Weiteres möglich. Aber hinter dem Namen Spyphone steckt noch viel mehr Potential. Denn selbst im Rahmen einer heimlichen Raumüberwachung kann sich das Handy als ein ideales Spionagewerkzeug erweisen. Hierbei machen sich zwei technische Eigenschaften von einem modernen Mobiltelefon sehr nützlich – einmal die automatische Anrufannahme und zweitens die Unterdrückung des Klingeltons. Stellt man diese beiden Funktionen entsprechend ein, braucht solch ein gebräuchlicher und somit regelrecht harmloser Gegenstand wie ein Handy nur noch irgendwo absichtlich vergessen zu werden und kann dann mittels eines Anrufs aus der Entfernung als eine perfekte Abhöranlage aktiviert werden.

Gisela Bsdok abisz2@gmx.net

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