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In den 70iger Jahren hatte ich den Spleen, meine Wohnung mit Flokatis auszulegen. Diese Art Teppich stammt aus Griechenland und war total angesagt in der Einrichtungsszene. Man konnte sich beim Lesen auf den Boden legen und fühlte sich total behaglich, weil der Teppich so schöne lange Zotteln hatte. Die Zotteln stammen von Schafswolle, die ein spezielles Webmuster hatte. Auf der Vorderseite sah man das Fell und die Rückseite war glatt. Da heute die 70iger wieder hipp sind, kann man endlich wieder den Flokati in Teppichgeschäfte und in Kaufhäusern kaufen. Mittlerweile werden die Teppiche in allen möglichen Farben und Formen verkauft. Auch als Bettumrandung ist der Flokati wieder ganz groß im Kommen. Dort habe ich ihn allerdings nicht mehr liegen, weil die Fusseln zu sehr an meiner schwarzen Garderobe klebten. Aber im Wohnzimmer liegt er noch und wird auch noch einige Zeit liegen. Er ist eigentlich ziemlich pflegeleicht, denn wenn er schmutzig ist, kommt er in meine Waschmaschine und anschließend auf den Trockenboden, einfach ausschütteln und fertig ist das Prachtstück. Für größere Teppich ist natürlich eine Industriewaschmaschine, wie sie in vielen Reinigungen zu finden ist, auf jeden Fall besser, denn in der Badewanne einen großen Wollteppich zu „baden“ bedarf enorme Muskelkraft, vor allem bei Herausnehmen. Aber auch ganz kleine Flokatis kann man als Unterlage für irgendwelche Nippes in der Wohnung nehmen. Oder als Sofa- oder Bettüberwurf dienen diese schönen, kuscheligen Teppiche. Gar nicht zu vergessen sind die Ponchos, die jetzt auch wieder der Modetrend schlechthin sind.
Georg Tramsen
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