Eine Gastroskopie sollte man durchführen lassen, wenn man über anhaltende Beschwerden im Magenbereich klagt, bestimmte Nahrungsmittel nicht verträgt und nach Aufnahme wieder erbricht. Dies kann natürlich auch aus Gründen einer Nahrungsmittelallergie passieren, allerdings ist es recht selten, dass man bei einer Allergie direkt erbricht.
Sollten die Beschwerden nicht behandelbar sein, so ist eine Gastroskopie angeraten. Bei einer Gastroskopie wird mittels eines Gastroskops der Magen und die Speiseröhre untersucht. Die Untersuchung dauert ca. 2 bis 5 Minuten und es wird ersichtlich, ob eventuell die Magenschleimhaut angegriffen ist oder aber die Speiseröhre eine Schädigung aufweist.

Probleme können im Magen/Speiseröhrenbereich folgende sein:

Helicobacterbesiedelung, Osöphagusvarizen, Ulzerationen im Magen oder an der Speiseröhre, Magenschleimhautentzündungen

All diese Erkrankungen können mittels einer Gastroskopie festgestellt werden, ohne diese Untersuchung ist eine solche Diagnostik nicht möglich.
Eine Magenschleimhautentzündung wird meist vermutet, wenn man anhaltende Beschwerden im Magen hat und/oder dauernde Übelkeit und/oder Erbrechen auftritt. Sollten die Beschwerden nach der Behandlung mit Magentherapeutika verschwunden sein, so ist dies meist der Hinweis darauf, dass tatsächlich eine Gastritis vorlag.

Eine Endoskopie kann man darüber hinaus gut nutzen, um Darm- bzw. Enddarmerkrankungen festzustellen.

Hierzu gehören:

Innere und äußere Hämorrhoiden, Analfissuren, Fisteln, innen liegenden Abszesse, Polypen, Divertikel, Colitis ulcerosa, Colon Karzinome

Auch diese Erkrankungen kann man – bis auf die außen liegenden Beschwerden – nur mittels einer Endoskopie erkennen und teilweise auch behandeln (sprich entfernen).
Wird eine Colitis ulcerosa oder eine Divertikulitis festgestellt, so kann man bei zukünftigen Beschwerden mit den richtigen Medikamenten entgegenwirken.

Ob eine Entzündung im Magen-Darmbereich vorliegt, kann man ansatzweise auch anhand des Blutbilds feststellen. Hierzu sollte der CRP Wert bestimmt werden. Dieser Wert ist ein unspezifischer Entzündungswert. Ist er erhöht, deutet dies auch auf eine Entzündung innerhalb des Körpers hin. Eine nähere Untersuchung ist natürlich angezeigt, wenn Beschwerden vorhanden sind. Eine anschließende Behandlung ist selbstverständlich.

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